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Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe bzw. der Selbsthilfegedanke hat nichts mit "Selbstmedikation" zu tun. Vielmehr liegt es in unserem Interesse, jede Hautkranke und jeden Hautkranken zum mündigen und informierten Patienten zu machen.

Die Psoriasis und die Neurodermitis zum Beispiel sind sehr vielschichtige Erkrankungen, und jede/r Betroffene hat seine "eigene" Form der Krankheit. Das heißt, was bei dem einen hilft, muss nicht auch zwangsläufig für den nächsten gut sein. Es gibt zudem eine Reihe von Therapieansätzen, etwa aus dem Bereich der Ernährung und der Naturheilverfahren, die schulmedizinisch umstritten sind, aber schon vielen Betroffenen Linderung verschafft haben.

Beide Krankheiten sind zwar nach heutigem Stand nicht heilbar, aber im Allgemeinen recht gut therapierbar - bis hin zur Erscheinungsfreiheit. Wenn es darum geht, die gesamte Palette der möglichen Behandlungen zu kennen, hat der "informierte"' Patient echte Vorteile. Er kann wesentlich besser einschätzen, was für ihn gut ist und diese Kenntnisse auch in den Gesprächen mit den behandelnden Ärzten verwenden. Zudem ist er über neue Behandlungsmethoden stets auf dem Laufenden.

Alles das gilt natürlich genauso für andere Hauterkrankungen.

Es ist an dieser Stelle nur schwer vermittelbar, was die Selbsthilfe alles erreichen kann - für einen selbst und für andere. Wenn Sie sich einmal mit anderen Betroffenen ausgetauscht haben und an Veranstaltungen der Selbsthilfe teilgenommen haben, werden Sie schnell feststellen, wie wichtig der Selbsthilfegedanke ist.

Dies gilt heute umso mehr, denn die Leistungen des öffentlichen Gesundheitswesens werden immer weiter eingeschränkt! Deshalb ist es für regionale Selbsthilfegruppen immens wichtig, für Zusatzangebote auf örtlicher Ebene zu sorgen und die Zusammenarbeit mit den örtlichen Leistungsträgern zu forcieren.


Richtige Pflege bei Neurodermitis

Reinigung der trockenen Haut bei Neurodermitis

Weniger heiß, weniger lange, weniger Schaum!

Fast alle tun es – und das sogar täglich: duschen. Leider ist es aber nicht immer nur der Schmutz, der sich beim Kontakt mit heißem Wasser aus den Poren löst. Duschen und Baden entziehen der Haut natürliches Fett und ein allzu großzügiger Umgang mit schäumenden Pflegemitteln verstärkt diesen Effekt noch. Wer ein paar einfache Regeln beherzigt, muss auch bei trockener Haut, wie sie z.B. bei Neurodermitis vorkommt, nicht auf die tägliche Dusche verzichten.

Erst mit der morgendlichen Dusche fühlen wir uns richtig gepflegt und fit für den Tag. Selbst für trockene und empfindliche Haut wie bei Neurodermitis muss das kein Problem sein – solange die Dusche nur kurz ausfällt und das Wasser nur lauwarm fließt. Denn je heißer das Wasser, desto größer sind die Fett- und Feuchtigkeitsverluste: Schon nach vier Minuten heiß duschen kann sich fast die gesamte schützende Fettschichtauflösen. Seife oder stark schäumende Duschgels laugen die Haut oft zusätzlich aus, sodass sie spröde und anfällig für Irritationen wird. Wer zu trockener Haut neigt, sollte daher milde Duschcremes mit natürlichen Pflegeölen verwenden, da sie besonders schonend reinigen und mit natürlichen Ölen vor dem Austrocknen schützen.


Schaumbäder: Gut für die Seele, schlecht für trockene Haut


Eine echte Strapaze für trockene Haut sind ausgedehnte Schaumbäder. Das heiße Wasser lässt die Haut aufquellen und schäumende Badezusätze entziehen ihr deutlich mehr Fett und Feuchtigkeit als eine kurze Dusche. Gegen ein gelegentliches Wohlfühlbad von zehn bis 15 Minuten ist aber auch bei trockener Haut nichts einzuwenden, wenn die Wassertemperatur höchstens 39°C beträgt und ein rückfettendes Ölbad die Haut pflegt. Bei besonders trockener und empfindlicher Haut ist es ratsam, ein Ölbad ohne Emulgatoren zu wählen. Emulgatoren entziehen der Haut zusätzlich Fett und machen den positiven Effekt der Pflegeöle wieder zunichte.


Besser tupfen statt rubbeln


Kräftiges Trockenrubbeln mit dem Handtuch entfernt hauteigene Fette und schützende Pflegeöle. Besser ist es, die Haut sanft abzutupfen. Nach dem Duschen oder Baden sollte die Haut unbedingt mit einer reichhaltigen Lotion eingecremt werden – am besten solange die Haut warm ist und die Poren offen sind. Körperöl kann sogar auf der noch feuchten Haut verteilt werden, denn auf diese Weise entfaltet es einen besonders hohen Feuchtigkeitsschutz. Ob Duschcreme, Ölbad oder Körperlotion: Wer zu trockener und sensibler Haut neigt, sollte Produkte auf der Basis natürlicher Rohstoffe bevorzugen. Im Gegensatz zu dem häufig verwendeten Paraffinöl dringen Pflanzliche Öle tief in die Haut ein, versorgen sie mit wichtigen Fettsäuren und lassen die Haut gleichzeitig atmen. 

Quelle: Deutsche Haut- und Allergiehilfe



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